Schwerbehinderung

Die Diagnose "Malignes Melanom" berechtigt zur Beantragung eines Schwerbehindertenausweises. Dies ist in der

Verordnung zur Durchführung des § 1 Abs. 1 und 3, des § 30 Abs. 1 und des § 35 Abs. 1 des Bundesversorgungsgesetzes (Versorgungsmedizin-Verordnung)

 kurz VersMedV festgehalten. Unter Punkt 17 findet man folgenden Eintrag:

17.13
Nach Entfernung eines malignen Tumors der Haut ist in den ersten fünf Jahren eine Heilungsbewährung abzuwarten (Ausnahmen: z. B. Basalzellkarzinome, Bowen-Krankheit, Melanoma in situ);
Grad der Schwerbehinderung während dieser Zeit:
  • nach Entfernung eines Melanoms im Stadium I ([pT1 bis T2] pN0 M0) oder eines anderen Hauttumors in den Stadien (pT1 bis T2) pN0 bis N2 M0: 50%
  • in anderen Stadien: 80%
Was habe ich von einem Schwerbehindertenausweis?
Auf der Internetseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales kann man sich gut informieren. Hier sind die sogenannten Nachteilsausgleiche aufgeführt. Für Menschen mit malignem Melanom dürften die Vorteile vor allem in drei Bereichen zu sehen sein:


Gibt es auch Nachteile?
Auf der Internetseite myhandycap gibt es den Hinweis, dass arbeitssuchende Menschen evtl. Schwierigkeiten bekommen, wenn sie sich bewerben, da Arbeitgeber immer noch Vorurteile haben.

Wo beantrage den Schwerbehindertenausweis?
Der Ausweis wird beim zuständigen Versorgungsamt beantragt. Eine Auflistung aller Versorgungsämter findet man hier:


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